DIE TÜRKEI

Adana

Geschrieben von admin am 22. August 2008

Die Hauptstadt der Provinz Adana am Golf von Iskenderun an der Südküste gelegen, ist mit über eine Million Einwohnern die viertgrößte Metropole der Türkei.
Dank der günstigen Lage zum einen im fruchtbaren Seyhan-Delta mit einem florierenden Getreide- und Baumwollhandel und zum anderen die verkehrsgünstige Nähe zum Tawuspass “KilikischeTore” sowie zur Bagdadbahn machen Adana zu einem der wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes.

Die Geschichte Adanas reicht weit in die vorchristliche Zeit zurück. Das älteste noch erhaltene Bauwerk ist die in der Antike gebaute und oft restaurierte Steinbrücke (Ta Köprü), die sich mit einer Länge von 310 m über den Seyhan erstreckt. Das Alter einer der Stützbögen wird zwischen die Jahre 117-138 datiert.
Nicht weit entfernt liegt die große Moschee (Ulu Cami), die aus dem 16. Jahrhundert stammt. Am östlichen Eingang erhebt sich ihr Minarett mit polygonalem Turm, Blendnischen und überdachter Galerie im syrischen Stil.

Auch das dazugehörige Mausoleum zeugt mit seinen feinen Dekorationen vom Einfluss der Syrer. Angeschlossen sind eine Gelehrten - und eine Koranschule.

Sehenswert ist außerdem das Archäologische Museum, welches direkt am Autobusbahnhof liegt.
Etwa 35 km östlich von Adana an der Straße nach Iskenderun ziert ein hethitisches Relief des Großkönigs Muwatalli, der von 1282-1315 v. Chr. lebte, das steile Südufer des Seyhan.
Auf dem Felsen gegenüber thront die imposante Schlangenburg (Yilanlikale), eine armenische Festungsanlage aus dem 12. Jahrhundert, in der Scheik Meran, der je zur Hälfte Mensch und Schlange gewesen sein soll, seinen Wohnsitz hatte.

Lohnenswert ist auch der Besuch des Örtchens Anavarza, welches ein kleines Stück östlich der Straße von Ceyhan nach Kozan liegt. Hier erstrecken sich die Ruinen der Stadt Anazarbus, die im 1. Jahrhundert v. Chr. von den Römern erbaut wurde, später an Byzanz fiel und im 12. Jahrhundert in armenische Hände gelangte. 1297 wurde der König Hetum, sowie 40 Adelige von einem mongolischen Fürsten ermordet. Die Stadt blieb unversehrt. Heute kann man noch neben den Überresten eines Stadions, eines Theaters, der Hauptstraßen, eines Aquädukts und mehrerer Kirchen das relativ gut erhaltene Tor im Süden der Stadt besichtigen. Über der Stadt wacht auf einem Felsen gelegen die Ruine einer Burg, die über steile Treppenfluchten von der Stadt aus erreichbar ist.


Copyright © 2010 DIE TÜRKEI is Proudly Powered by Wordpress. Theme by The Cloisters