Die antike Badestadt Hierapolis
Geschrieben von admin am 27. Juni 2008
Die antike Stätte Hierapolis (Heilige Stadt) wurde nach Hiera, der Frau von Telephos benannt, der als Gründer von Pergamon in die Geschichte einging. Gegründet wurde die Stadt als Kurzentrum im frühen 2. Jahrhundert v. Chr. von König Eumenes II. von Pergamon oberhalb der Sinterterassen von Pamukkale. Das die Stadt genau an dieser Stelle erbaut wurde kam nicht von ungefähr. Schon in der Antike wusste man die Heilkraft des schwach radioaktiven Wassers zu schätzen.
Das Wasser hilft angeblich gegen Herz- und Kreislaufbeschwerden, Magengeschwüre, Bronchitis, Darmträgheit und vieles mehr.
Heute ist Hierapolis ein großes Freiluftmuseum. Bereits auf der Strasse zur Pamukkale Therme kann man die Ruinen der Großen Therme sehen in der sich heute in einigen der rekonstruierten Räume der riesigen Haupt-Therme das Archäologische Museum befindet. Dort werden zahlreiche Skulpturen, Statuen, Reliefs und verzierte Sarkophage aus Hierapolis und Laodikeia gezeigt.
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Pamukkale (18km nördlich von Denizli) - Von unten gesehen sieht die bis zu 150 m hohe und 2 km lange Sinterterassen- landschaft wie ein riesiger vereister Wasserfall aus. In der Antike waren die Terassen bereits ein beliebter Kur- und Erholungsort und später im 20. Jh. ein muss für jeden Türkei Touristen, aber genau das ist dem märchenhaften Paradies zum Verhängnis geworden. Das Dorf Pamukkale (pamuk = Baumwolle / kale = Schloss) liegt im Südwesten der Türkei. Seinen Namen verdankt das Dorf keinem Schloss und keiner Baumwollplantage sondern den beeindruckenden Kalksinterterassen, die dort im Laufe der Zeit “gewachsen” sind. Entstanden sind die weißen Terassen durch eine einfache chemische Reaktion. Im warmen Quellwasser befindet sich eine hohe Konzentration an gelöstem Kalziumhydrogenkarbonat das sich beim Abkühlen an der Oberfläche in Wasser, Kohlendioxyd und Kalk (Kalziumkarbonat) umwandelt, welches sich über Jahrtausende hindurch ablagerte und so eine traumhafte Kulisse zauberte.